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Muriel Bowser : Trumps Gegenspielerin in Washington

  • -Aktualisiert am

Widerspricht Donald Trump: Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser Bild: dpa

In der Krise spitzt sich der Konflikt zwischen Präsident Donald Trump und Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser zu. Sie beschwerte sich über den Einsatz der Armee in ihrer Stadt. Doch sie hat wenig Macht.

          2 Min.

          Der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper hat sich festgelegt und Präsident Donald Trump widersprochen: Die Ausschreitungen in vielen amerikanischen Städten nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizisten in Minneapolis seien ein Fall für die Nationalgardisten der jeweiligen Bundesstaaten, nicht für die nationale Armee. Doch an einem Ort hatte der von Trump gewünschte Einsatz schon am Montagabend angefangen: in der Hauptstadt Washington, die zu keinem Bundesstaat gehört, und in der Trump Stärke beweisen wollte. Dadurch wiederum gelangte eine Gegenspielerin des Präsidenten ins Rampenlicht: Washingtons demokratische Bürgermeisterin Muriel Bowser.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Für die 47 Jahre alte Afroamerikanerin, die derzeit an mehreren Fronten zu kämpfen hat, sind die Unruhen in der Hauptstadt und die Auseinandersetzung mit dem Präsidenten unbestreitbar die bisher schwerste Prüfung. Am Dienstag hatte sie dann auch noch selbst für ein wenig Verwirrung gesorgt: Sie hatte eine Ausgangssperre ab 19 Uhr verhängt, aber die Wahllokale für die Vorwahlen blieben bis acht Uhr geöffnet. Dennoch sollte es der ruhigste Abend seit Beginn der Proteste werden. In der Nacht auf Mittwoch kam es zwar wieder zu einem Scharmützel zwischen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei an einem neu errichteten Zaun vor dem Lafayette-Park am Weißen Haus. Ansonsten verlief die Demonstration friedlich, obwohl die versammelte Menge die Ausgangssperre missachtet hatte.

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