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Maas auf Nahost-Mission : Washington fordert Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Syrien

  • Aktualisiert am

Bundeswehrsoldaten stehen vor einem Tornado-Jet am jordanischen Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak. Bild: dpa

Der Außenminister beginnt seine Reise mit dem Besuch deutscher Truppen in Jordanien, die sich mit Tornado-Einsätzen am Kampf gegen den IS beteiligen. Das amerikanisches Oberkommando fordert in einem Brief, diese Mission gemeinsam fortzusetzen.

          Zum Auftakt seiner viertägigen Reise durch die Krisenregion im Nahen und Mittleren Osten besucht Bundesaußenminister Heiko Maas die in Jordanien stationierten deutschen Soldaten. Er landete am Freitagabend auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak, von dem aus sich die Bundeswehr mit „Tornado“-Aufklärungsflugzeugen und einem Tankflugzeug am Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) beteiligt.

          Ob ihr Einsatz wie geplant im Oktober endet, ist seit einigen Tagen wieder offen. Die Vereinigten Staaten haben die Bundesregierung um Unterstützung bei der Errichtung einer Pufferzone zum Schutz der Kurden in Nordsyrien gebeten. Die „Tornados“ wären ein möglicher Beitrag. Die Entscheidung liegt beim Bundestag, steht aber erst nach der Sommerpause an.

          „Spiegel Online“ zitiert aus einem Brief des amerikanischen Oberkommandos Centcom an den Generalinspekteur der Bundeswehr, in dem eine Fortsetzung des Einsatzes eindringlich gefordert wird. „Ich unterstreiche ausdrücklich die Bedeutung der taktischen Aufklärung und der Luftbetankung“, heiße es in dem Schreiben von General Kenneth McKenzie. „Jede dieser Fähigkeiten spielte eine Schlüsselrolle beim Zurückdrängen des IS und wird dies weiterhin tun, wenn wir den Druck auf die Überbleibsel des IS aufrecht erhalten.“ Für die weiterlaufenden Operationen gegen Extremisten in der Region seien die militärischen Fähigkeiten aller Partner in der Koalition weiterhin dringend nötig.

          Gespräch mit Teheran über Atomabkommen geplant

          Maas wird in den nächsten Tagen Gespräche in der jordanischen Hauptstadt Amman und in den Vereinigten Arabischen Emiraten führen, bevor er in den Iran reist. Dort wird es am Montag darum gehen, wie das stark gefährdete Atomabkommen mit Teheran noch gerettet werden kann. Die Vereinigten Staaten sind vor einem Jahr ausgestiegen. Seitdem nehmen die Spannungen mit Teheran immer weiter zu.

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