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Nach Chinas Militärmanövern : Was Taiwan sich von Deutschland erhofft

Abwehrbereit: Taiwanische Soldaten im Manöver Bild: EPA

Taiwans Repräsentant in Berlin hält die deutsche Ein-China-Politik für nicht mehr zeitgemäß. Er hofft auf ein klareres Bekenntnis zum „Wertepartner“ Taiwan.

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          Nach dem Taiwanbesuch der Sprecherin des amerikanischen Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, machte Jhy-Wey Shieh einen verwegenen Vorschlag. Als höchster diplomatischer Vertreter Taiwans in Deutschland regte er an, dass auch die Präsidentin des Deutschen Bundestages, Bärbel Bas, nach Taiwan reisen könnte.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Natürlich wusste der promovierte Germanist, dass das nicht passieren würde, denn das widerspräche der deutschen Ein-China-Politik. Die Bundestags­prä­sidentin ist eine von sieben deutschen Amtsträgern, die grundsätzlich keine Kontakte zu taiwanischen Amtskollegen pflegen. Mit dieser Praxis unterstreicht Deutschland, dass es Taiwan nicht als souveränen Staat anerkennt. „Unterhalb der Schwelle völkerrechtlicher Anerkennung“ sei Taiwan ein „Wertepartner und wichtiger Wirtschaftspartner für Deutschland“, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.

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