https://www.faz.net/-gpf-9wdjp

EU-Kommissionsvize Schinas : „Jeder Algorithmus muss auf Sicherheit getestet sein“

Wie viel Privatsphäre darf es sein – und wie viel Sicherheit? Testlauf von Anlagen zur Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Bild: dpa

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Margaritis Schinas, will die Sicherheitsunion ausbauen, aber kein „europäisches FBI“ schaffen. Was hat er vor?

          4 Min.

          Margaritis Schinas ist in der EU-Kommission aufgestiegen, und zwar in jeder Hinsicht: Als Chef des Sprecherdienstes hatte der Grieche jahrelang sein Büro im vierten Stock des Berlaymont-Gebäudes. Jetzt sitzt er in der elften Etage – als Vizepräsident zur „Förderung unserer europäischen Lebensweise“. Das klingt so, als sei er der Kommissar für das Schöne, Edle und Gute, der französischen Rohmilchkäse und italienischen Rotwein kredenzt. Tatsächlich steht aber nur eine Flasche Wasser auf dem Tisch, und sein Büro wirkt so steril, als sei er noch gar nicht eingezogen.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Das wiederum liegt daran, dass die ursprüngliche Beschreibung seiner Tätigkeit besser zutraf: Der 1962 in Thessaloniki geborene Schinas, Christlicher Demokrat, sollte die europäische Lebensweise zunächst „schützen“, nicht fördern. Aber dieser Begriff missfiel maßgeblichen Kräften im Parlament, weshalb das Etikett geändert wurde.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Hoffnungsträger in blassem Gelb: Das Bundesgesundheitsministerium deckt sich mit dem japanischen Grippemittel Avigan ein.

          Medizin : Riesiger Wirbel um eine Pille gegen Corona

          Das Grippemittel Avigan aus Japan könnte Patienten retten. Deutschland deckt sich mit Millionen Tablettenpackungen ein. Die Bundeswehr soll beim Verteilen helfen.