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Corona in Mexiko : Sehenden Auges in die Katastrophe

Ein Arbeiter in der mexikanischen Stadt Ecapetec reinigt eine Trage nach der Einäscherung eines Corona-Toten. Bild: dpa

In Mexiko steigt die Zahl der Corona-Toten weiter, und der Gesundheitsminister selbst gesteht ein, dass die offiziellen Infiziertenzahlen zu niedrig sind. Doch der Präsident strebt Lockerungen an.

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          In Mexiko gehen zu Zeiten der Corona-Pandemie viele Gerüchte um. So sollen in Mexiko-Stadt etwa, wo es die meisten Corona-Fälle gibt, Hunderte kubanische Ärzte im Einsatz sein; von fünf- bis neunhundert ist gar die Rede. Das entspräche einem der größten Kontingente, die Havanna entsandt hat. Dass kubanische Ärzte in Mexiko praktizieren, ist unbestritten. Doch über die genaue Zahl und die Umstände kann nur spekuliert werden.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Die Regierung und die lokalen Behörden geben keine Details zum Vertrag mit Kuba bekannt. Die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Claudia Sheinbaum, eine Verbündete des linken Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, sagte lediglich, dass das Abkommen Teil einer breiteren und langjährigen Partnerschaft sei. Ob die kubanischen Ärzte schon vor der Pandemie in Mexiko waren, ließ sie offen. Sheinbaum gestand jedoch ein, dass es an Spezialisten für Intensivpflege mangele.

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