Operation Zwitschervogel
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Liebt die Heldenpose: Elon Musk Bild: AP
Der Milliardär Elon Musk hat Twitter gekauft, um angeblich die Demokratie zu retten. Wird das gelingen? Oder treiben ihn ganz andere Motive?
Es gibt ein ganzes Sammelsurium an sozialen Netzwerken im Internet, und nicht jedes hat den gleichen Wert für unsere Demokratie. Wer Haustiere sehen will, die sich um einen Flummi streiten, geht auf Tiktok. Wer wissen will, wohin seine in die Jahre gekommenen Schulfreunde in Urlaub fahren, schaut auf Facebook. Wer allerdings wissen will, wie Militärfachleute einen Raketeneinschlag in Polen einschätzen und wie die Verteidigungsfachleute der Ampelkoalition darauf reagieren und welchen Hinweisen die Hauptstadtpresse in Sachen Bürgergeld gerade nachgeht, der schaut auf Twitter.
Das Interesse des amerikanischen Geschäftsmannes Elon Musk, Twitter zu kaufen, und genauso die Aufregung darüber sind nur über den Stellenwert erklärbar, den Twitter für Wahlkämpfe und politische Diskurse in allen westlichen Demokratien hat. Es ist das soziale Netzwerk für Entscheidungsträger, Sachverständige und Beobachter.
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