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Verteidigung am Hindukusch : Was hat der Bundeswehreinsatz in Afghanistan gebracht?

Deutsche Truppen bei einem Einsatz in der Nähe von Kundus im Sommer 2011 Bild: dpa

Während des Einsatzes in Afghanistan waren deutsche Soldaten erstmals in der Geschichte der Bundeswehr in heftige Gefechte verwickelt. Während dort junge Männer getötet wurden, tat man sich in der Heimat schwer damit, sie als Gefallene zu bezeichnen.

          3 Min.

          Hätte die Bundeswehr den Kampf um Afghanistan gewinnen können? Hätten deutsche Fallschirmjäger und Panzergrenadiere die bittere Niederlage am Hindukusch abwenden können, wenn sie den Taliban in Kundus, Mazar-i-Sharif oder am einsamen „OP North“ öfters mit jenem „Grundmaß an Aggressivität und Opferbereitschaft“ entgegengetreten wären, das kürzlich ein ehemaliger deutscher General als eine Voraussetzung für einen Erfolg beschrieben hat?

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Die Fragen sind rasch beantwortet, alle mit: Nein. Denn was die Deutschen überwiegend nicht getan haben, probierten mit viel mehr Entschlossenheit und Gewalt die Vereinigten Staaten – 18 Jahre lang, länger als im Ersten und Zweiter Weltkrieg zusammen, länger als in Vietnam. Zeitweise waren in Afghanistan 90 .000 amerikanische Soldaten stationiert.

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