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„New Start“-Abkommen : Annäherung der zwei Rivalen

Joe Biden und Wladimir Putin bei einem Treffen in Moskau im März 2011 Bild: Reuters

Die Verlängerung des „New Start“-Abkommens zur Rüstungskontrolle durch Russland und Amerika ist ein Erfolg. Trotzdem bedeutet sie keinen Neustart in der schwierigen Beziehung beider Länder.

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          Wladimir Putin hat Joe Biden nun auch persönlich zum Amtsantritt gratuliert. Über ein entsprechendes Telefonat des russischen mit dem neuen amerikanischen Präsidenten informierte zunächst der Kreml; kurz darauf auch das Weiße Haus. Nach den üblichen Gesprächen mit den engsten Verbündeten Washingtons war es der erste Kontakt, den Biden mit einem Staatsoberhaupt hatte, den er als Rivalen betrachtet.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Das übliche Glückwunschtelegramm zum Wahlsieg hatte Putin erst Mitte Dezember geschickt. Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow hatte dies mit den Klagen des damaligen Präsidenten Donald Trump wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten begründet. Dass nun, wie es von beiden Seiten hieß, Putin eine Woche nach Bidens Amtsantritt um das Gespräch gebeten hatte, lag schlicht daran, dass die Zeit drängte: Am 5. Februar wäre der „New Start“-Vertrag, ein bedeutendes Rüstungskontrollabkommen, ausgelaufen.

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