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Nach Niederlage des „IS“ : Die Saat der Salafisten

Machtinszenierung: Milizionäre des „Islamischen Staats“ in einem 2014 im irakischen Raqqa aufgenommenen Propagandavideo Bild: AP

Der „Islamische Staat“ ist militärisch geschlagen und hat seine Anziehungskraft eingebüßt. In Deutschland wandelt sich die salafistische Szene. Doch die alten Ideen wirken weiter.

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          Es ist schon eine Weile her, doch die Bilder haben sich tief in das öffentliche Bewusstsein eingebrannt. Die Pritschenwagen mit den schwarzen Flaggen des Kalifats, die im warmen Abendlicht durch die syrisch-irakische Wüste fahren. Junge Männer mit bärtigen Gesichtern, die auf erbeuteten Panzern posieren.

          Alexander Haneke

          Redakteur in der Politik.

          Von Sieg zu Sieg eilten die Kämpfer des „Islamischen Staats“ und eroberten in kürzester Zeit weite Teile Syriens und des Iraks. In deutschen Innenstädten standen damals, im Sommer 2014, junge Männer mit den gleichen bärtigen Gesichtern in orientalisch anmutenden Gewändern und verteilten Koran-Exemplare an Altersgenossen. Bei Großkundgebungen salafistischer Prediger kamen Tausende zusammen. Es waren Machtdemonstrationen gegenüber einer verunsicherten Gesellschaft.

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