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Nahost-Plan und das Jordantal : Fruchtbare Böden

Trügerisches Idyll: Busse mit israelischen Siedlern nahe Bekaot Bild: AFP

Laut Trumps Nahost-Plan soll das Jordantal demnächst formal an den Staat Israel angeschlossen werden. Doch dort hat jeder seine ganz eigene Vorstellung von der Zukunft.

          5 Min.

          Es hat viel geregnet, und die Berge, die das Jordantal im Osten und im Westen umgeben, sind ergrünt, der dunkle Boden ist matschig. Noch nicht so schwer passierbar, dass Momi Cohen seinen neuen Jeep auf Allradantrieb umschalten müsste. Aber doch schlammig genug, als dass ihm normale Autos nicht in die Dattelplantage folgen können. Vierzehn Meter sind Cohens Dattelpalmen hoch und fünfunddreißig Jahre alt. Beinahe so alt wie die israelische Siedlung, in der Cohen lebt.

          Jochen Stahnke
          (stah.), Politik

          Palästinensische Arbeiter schneiden den spiralförmigen Stamm frei, damit die Datteln frei von Dornen gedeihen können. Die Palmkrone lässt sich mit einer Hebebühne erreichen, die mehr als hunderttausend Euro das Stück kostet. Cohens Kooperative hat gleich mehrere davon angeschafft. Sie haben enorm investiert, der Anbau ist profitabel. „Wir sind hier verwurzelt“, sagt Cohen. Er ist freundlich und entspannt. Die Wärme im Jordantal komme von den Menschen, sagen sie hier. Die alten Siedler hätten ihr Leben dem Boden gegeben. „Hier war nichts, wirklich nichts“ bevor Israel 1967 das Jordantal einnahm, sagt Cohen.

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