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Chinas Militärmanöver : Was bleibt Taiwan nach Pelosis Besuch?

Treffen mit Wirkung: Nancy Pelosi, „Sprecherin“ des amerikanischen Repräsentantenhauses, mit Tsai Ing-wen, der Präsidentin Taiwans Bild: AP

Viele Taiwaner sind der Amerikanerin dankbar, andere unterstellen ihr persönliche Motive. Der militärische Druck aus China seit ihrem Besuch ist hoch – Taiwan hofft auf internationale Hilfe.

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          Emily Wu nennt den Besuch von Nancy Pelosi einen „historischen Moment“, den sie leider wegen ihrer Rückenschmerzen verpasst hat. Die Chefin des taiwanischen Medienunternehmens Ghost Island Media bereut es, dass sie nicht am Flughafen war, als die „Sprecherin“ des amerikanischen Repräsentantenhauses vergangenen Dienstag in der taiwanischen Hauptstadt landete. Und dass sie am nächsten Tag nicht zum Grand Hyatt Hotel gegangen ist, um die Politikerin live zu sehen.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          „Ich war sehr, sehr dankbar, dass sie gekommen ist“, sagt Emily Wu, die sich mit ihren Podcasts in Taiwan einen Namen gemacht hat. Jahrzehntelang sei Taiwan international isoliert gewesen. „Jetzt hören wir mehr Stimmen, die bereit sind, China entgegenzutreten.“ Früher sei es schwer gewesen, dem Rest der Welt zu vermitteln, dass ein chinesischer Angriff auf Taiwan auch für die Welt ein Problem wäre. Das sei jetzt anders. Pelosis Besuch habe diese globale Allianz noch sichtbarer gemacht. „Das gibt mir Zuversicht.“

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