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Europa in der Corona-Krise : Damit Solidarität und Souveränität bleiben

  • -Aktualisiert am

Deutsch-spanischer Schulterschluss: Heiko Maas und Arancha González Laya. Bild: AFP

Krisen haben immer auch Worte geprägt: Troika, Rettungsschirm, Transitzonen. Deutschland und Spanien wollen gemeinsam dafür sorgen, dass von dieser Krise nicht nur Worte wie „Sicherheitsabstand“ und „soziale Distanz“ übrig bleiben. Ein Gastbeitrag.

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          Am 1. Juli übernimmt Deutschland den Vorsitz im Ministerrat der Europäischen Union – inmitten der größten Krise seit ihrer Gründung. 24 Seiten Programm, die zusammenfassen, was Deutschland während seiner Präsidentschaft vorhat. Ein Motto: „Gemeinsam. Europa wieder stark machen.“ Doch um zu beschreiben, wie das gelingen kann, braucht es eigentlich gar nicht viele Worte. Es braucht lediglich zwei. Sie lauten: Solidarität und Souveränität. Das sind zwei Seiten derselben Medaille. Nur wenn Europa im Innern solidarisch zusammenhält und noch enger zusammenwächst, wird es seine Werte und Interessen nach außen souverän durchsetzen können.

          Fehlende Solidarität zerreißt Europa. Das haben wir in der Euro- und Finanzkrise, aber auch bei der Auseinandersetzung um Flucht und Migration schmerzhaft erlebt. Und auch jetzt droht diese Gefahr: Wenn jeder nur versucht, sich selbst zu retten, dann verschärfen sich die wirtschaftlichen und fiskalischen Ungleichgewichte weiter, dann verlieren wir alle. Keiner von uns war auf die Pandemie vorbereitet, keiner trägt Schuld daran.

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