https://www.faz.net/-gpf-9kh9u

Vor den Wahlen in Israel : Alles dreht sich nur um Netanjahu

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Bild: dpa

Wirtschaftlich und außenpolitisch kann Israel mit Erfolgen aufwarten. Der Ministerpräsident hält sich für einen ganz Großen – aber in welcher Liga spielt Israel?

          3 Min.

          Wie jeden Wahlkampf führt Benjamin Netanjahu auch diesen selbst. Die Führung seiner Partei und selbst die eigenen Minister bindet er kaum ein. „Netanjahu – in einer anderen Liga“ steht auf den Wahlplakaten. Sie zeigen den israelischen Ministerpräsidenten neben Donald Trump. Als der Generalstaatsanwalt jetzt seine Anklageabsicht gegen Netanjahu in drei Korruptionsfällen mitteilte, sprach der in seiner Ansprache an die Nation dazu zunächst von seinem Treffen mit Putin, von seinen „einzigartigen“ Beziehungen zu den Führern der Welt und davon, dass er Israel in eine aufstrebende Weltmacht verwandelt habe. Dann griff er die angeblich politisierten Ermittlungsbehörden an, die, „aufgehetzt“ von linken Medien, die Umsturzabsicht der Opposition verfolgten – einer Opposition, die mit Arabern paktiere und deren Ziel es sei, dem Land zu schaden. Es gebe zwei Arten von Gesetzen: solche, die für alle gelten, und solche, die es nur für ihn gebe. In einer anderen Liga – so sieht sich Netanjahu tatsächlich. Doch in einem Rechtsstaat gilt das Gesetz auch für ihn.

          Selbst wenn die Anklagepunkte gegen ihn stichhaltig und schwerwiegend sind, denkt Netanjahu nicht an Rücktritt. Nahezu die Hälfte der Israelis glaubt seinen Vorwürfen gegen die Justiz. Dabei griff der Ministerpräsident in regulatorische Entscheidungen ein, die einem Unternehmer Millionen einbrachten, dessen Internetportal fortan über Netanjahu begeistert berichtete. Von Gönnern erhielten er und seine Frau über Jahre Luxusgegenstände, im Gegenzug verschaffte er ihnen unter anderem Visaerleichterungen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.
          Über-60-Jährige konnten sich im Dezember drei Masken gratis aushändigen lassen.

          Zwei Methoden : Wie sich FFP2-Masken wiederverwenden lassen

          FFP2-Masken können korrekt aufgesetzt einen guten Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus bieten. Günstig sind sie aber nicht. Mit Hilfe von zwei Methoden können Privatpersonen sie mehrmals verwenden.