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Mark Ruttes Gipfel-Kurs : Lieber in Brüssel unbeliebt als zu Hause

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte beim EU-Gipfel in Brüssel Bild: AP

Niederländische Rechtspopulisten wollen den „Nexit“. Auch sie hatte der Ministerpräsident im Blick, als er sich in Brüssel so hartleibig zeigte. Sind die Holländer die neuen Briten der EU?

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          „Wir sind alle Profis“, sagte Mark Rutte, nachdem sich die Regierungschefs auf ein Finanzpaket für Europa  geeinigt hatten, „wir können alle wegstecken.“ Da bleibt nichts zurück, sollte das heißen, von all dem bitteren Streit, den der niederländische Regierungschef in den vier Tagen zuvor mit seinen Kollegen ausgetragen hatte.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          „Wir sind hier, weil sich jeder um sein eigenes Land kümmert, nicht weil den Rest unseres Lebens auf den Geburtstagen der anderen verbringen wollen.“ So hatte er es am Montag formuliert. Der Satz beschreibt ziemlich gut, wie Rutte in Brüssel aufgetreten ist. Er buhlte nicht um Sympathie, er belehrte seine Kollegen, er blockierte Kompromisse – immer das eigene enge Interesse im Blick. Daran werden sich die anderen noch eine ganze Weile erinnern. Aber Rutte kann es einstweilen egal sein: Für sein heimisches Publikum und seine neuen Fans geht er als Sieger vom Platz.

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