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Wasserkonflikt in Zentralasien : Streit um versiegende Quellen

Ein Soldat einer kirgisischen Spezialeinheit bewacht am 5. Mai eine Wasserverteilstation in der Provinz Batken im Süden Kirgistans. Bild: Reuters

Mehr als 50 Tote gab es in den Kämpfen um eine Verteilerstation für Wasser an der Grenze zwischen Tadschikistan und Kirgistan. Der Klimawandel verschärft die Probleme einer ohnehin trockenen Region.

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          Eigentlich sollte nur eine Überwachungskamera an einer Wasserverteilstation installiert werden. Doch dann eskalierte der Streit darüber, wem die Station an der tadschikisch-kirgisischen Grenze gehört. Soldaten griffen ein, es fielen Schüsse. Mehr als 50 Menschen sollen dabei vergangene Woche im Ferganatal getötet worden sein. Die Kamera war nur der Auslöser für das Aufbrechen eines Konflikts, der viel größer ist. Es geht um die Verteilung der knappen Ressource Wasser. Zentralasien ist eine der Weltregionen, der in den kommenden Jahrzehnten gewaltsame Auseinandersetzungen, womöglich sogar Kriege darum drohen.

          Othmara Glas
          Volontärin

          Das Ferganatal ist dicht besiedelt. Auf Satellitenbildern sticht es in der ansonsten kargen Steppen- und Hochgebirgsregion durch seine leuchtend grüne Farbe hervor. Der Boden im Tal gilt als besonders fruchtbar, es wird von gleich mehreren Wasseradern durchflossen. Bewässerungsintensive Pflanzen wie Baumwolle, Tabak und Reis werden dort angebaut. Und in dem Tal grenzen drei Staaten aneinander, die es so vor 1991 nicht gab: Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan.

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