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Kritik im Netz : Warum Greta Thunberg jetzt „Atomlobbyismus“ vorgeworfen wird

  • -Aktualisiert am

Greta Thunberg bei den „Fridays for Future“-Protesten am 15. März in Stockholm Bild: AP

Die schwedische Klimaaktivistin steht mal wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit – diesmal mit einer für viele überraschenden Aussage zur Atomenergie.

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          Nachdem gerade erst bekannt wurde, dass Greta Thunberg Ende März für ihr Klima-Engagement mit dem Sonderpreis für Klimaschutz mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet werden soll, wird die 16 Jahre alte Klimaaktivistin nun für eine Aussage im Internet kritisiert. Thunberg äußerte sich in einem Facebookbeitrag vom Sonntag unter anderem zu dem Thema Atomkraft – und forderte, die Debatte um diese endlich zu beenden. Sie sei Zeitverschwendung, andere Themen seien viel dringlicher.

          Die Schülerin begründet dies mit Verweis auf den Weltklimarat IPCC, wonach Kernenergie dabei helfen könne, eine kohlenstofffreie Energielösung zu erarbeiten. Dies betreffe insbesondere Länder und Regionen, die keinen oder nur erschwerten Zugang zu erneuerbaren Energien hätten. Thunbergs Grundaussage hatte, trotz ihrer anschließenden persönlichen Einschätzung, dass sie Kernenergie für „viel zu gefährlich, zu teuer sowie zu zeitaufwendig halte“, zu großem Aufruhr geführt. Unter anderem wurde Thunberg „Atomlobbyismus“ vorgeworfen.

          „Ich persönlich bin gegen Atomkraft“

          Aufgrund der zahlreichen Reaktionen auf den Beitrag überarbeitete Thunberg ihren Text noch einmal und ergänzte dabei den entscheidenden Satz. „Ich persönlich bin gegen Atomkraft, aber nach dem IPCC (Weltklimarat, d. Red.) könne sie tatsächlich ein kleiner Teil einer großen, neuen Co2-freien Energielösung sein“, schrieb sie. Nämlich dann, so Thunberg weiter, wenn Länder keinen Zugang zu erneuerbaren Energien hätten. Ihre Ergänzung, so rechtfertigte sie sich anschließend, sei aufgrund der „Rosinenpickerei“ mancher Menschen und Zeitungen notwendig gewesen. Zudem sei ihre Argumentation oft verkürzt dargestellt worden.

          Der Beitrag endet, wie so viele von Thunbergs Texten, mit einem Appell an die internationale Politik. Man solle anfangen, zuzuhören und anschließend zu handeln. Außerdem solle man aufhören, die eigenen Kinder nach Antworten zu fragen, wie man es schaffen würde, aus dem eigens angerichteten Chaos einen Ausweg zu finden. 

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