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Rücktritt von Johnsons Berater : Das Ende der eisernen Faust von Westminster

Verlässt die Downing Street 10: Dominic Cummings Bild: Reuters

Mit seiner grimmigen Radikalität zog Dominic Cummings viele in seinen Bann. Selbst seine Gegner attestieren Johnsons Chefberater politisches Talent. Über das Ende einer Ära.

          5 Min.

          Besonders Misstrauische glaubten schon, es wäre einer von Dominic Cummings´ Tricks: Signalisieren, dass man ohnehin bald weg ist, um so den Druck aus der Sache zu nehmen und die hässlichen Ablösungsforderungen zu ersticken. Aber Cummings, der scharfsinnige Chefberater des britischen Premierministers, wusste vermutlich, dass es kein Entrinnen mehr gab. Irgendwann würde seine Zeit gekommen sein, und dann würde alles sehr schnell gehen, gnadenlos, wie er selber sein konnte.

          Jochen Buchsteiner
          Politischer Korrespondent in London.

          Nach einem Gespräch mit Boris Johnson wurde am Freitag entschieden, dass er mit sofortiger Wirkung seinen Posten räumt. Am Abend sah man ihn mit einem Karton in der Hand den Amtssitz des Premierministers verlassen, erhobenen Hauptes durch die Haupttür. Alles was er an Erklärungen hinterlassen hat, waren ein paar dünne Sätze für eine BBC-Korrespondentin. Die hatte er am Abend zuvor auf einen Blog verwiesen, in dem er schon im Januar bekundet hatte, “in etwa einem Jahr nicht mehr gebraucht zu werden”. Daran habe sich nichts geändert, schickte er hinterher. 

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