https://www.faz.net/-gpf-abfh0

Brexit-Streit vor Jersey : Wenn Paris und London Kriegsschiffe entsenden

Französische Fischerboote vor der Küste von Jersey am Donnerstagmorgen Bild: AP

Die Regierungen rufen nach einer gütlichen Einigung, üben sich aber in militärischen Drohgebärden. Ein Fischer will es wissen: „Wir sind bereit, die Schlacht von Trafalgar noch einmal zu führen.“

          5 Min.

          Als im Morgengrauen bis zu hundert französische Fischerboote vor dem Haupthafen von Jersey auftauchten, um gegen die neue Lizenzpolitik der Insel zu protestieren, fühlte sich der einheimische Fischer Josh Dearing an eine „Invasion“ erinnert. Es sollte nicht die einzige Kriegsanspielung an diesem Tag sein. Die Regierung in London hatte in der Nacht die Hochseepatrouillenboote HMS Severn und HMS Tamar aus dem südenglischen Hafen Portsmouth auslaufen lassen, um in Jersey „die Situation zu beobachten“.

          Jochen Buchsteiner
          Politischer Korrespondent in London.
          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Daraufhin entsendete die französische Regierung zwei Marineboote in Richtung der kleinen Insel. Der französische Fischer Jean-Claude Vaullée ließ sich – offenbar unter dem Eindruck der Napoleon-Feierlichkeiten – mit dem Satz zitieren: „Ich habe mein Boot getankt – wir sind bereit, die Schlacht von Trafalgar noch einmal zu führen.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Fränzi Kühne, 1983 in Berlin-Pankow geboren, wurde 2017 als damals jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands in ein börsennotiertes Unternehmen gewählt.

          Freenet-Aufsichtsrätin : Sind Sie jungen Männern ein Vorbild?

          Fränzi Kühne, Aufsichtsrätin bei Freenet, hat in ihrem Buch viele der Fragen, die ihr in Interviews gerne gestellt werden, anderen Aufsichtsräten gestellt: Männern. Die allerdings fanden diese Fragen oft völlig absurd. Ein Gespräch.
          Bei Immobiliengeschenken heißt es: Steuerfragen umfassend prüfen.

          Der Steuertipp : Die Nießbrauch-Falle

          Der Nießbrauch wird bei Immobilienschenkungen gern gewählt, um das Nutzungsrecht zu behalten. Dabei sollte man nie die Einkommensteuer übersehen.