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Uiguren-Kommentar : Keine Lösung

  • -Aktualisiert am

Deutschland verhängt einen Abschiebestopp für Uiguren. Das ist nur konsequent. Doch das Volk hat auch andernorts Probleme.

          Nach allem, was aus der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang an die Außenwelt dringt, kann man als Angehöriger des dort ansässigen Volkes der Uiguren keine Gerechtigkeit erwarten, wenn man den Repräsentanten der Zentralregierung auch nur ansatzweise verdächtig erscheint.

          Insofern ist es nur konsequent und richtig, Uiguren, die in Deutschland Asyl beantragt haben, deren Anträge aber abgelehnt wurden, nicht nach China abzuschieben. Die Uiguren haben aber nicht nur in China ein Problem. Auch im Ausland schlägt ihnen oft Misstrauen entgegen, was auch daran liegt, dass Uiguren durchaus Terrorakte begangen haben. Mit diesem Argument rechtfertigt China seine flächendeckenden Unterdrückungsmaßnahmen.

          Den Tibetern geht es in ihrem Heimatland nicht wesentlich besser als den Uiguren. Aber sie haben sich im Gegensatz zu diesen bisher auf friedlichen Protest beschränkt. Das verhindert zwar nicht, dass Peking auch in Tibet alles unterdrückt, was nicht sklavisch „auf Linie“ ist. Aber dass Gewalt eben auch keine Lösung ist, zeigt sich in Xinjiang.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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