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Coronavirus in Chile und Peru : Italienische Verhältnisse mit finsteren Aussichten

Mitarbeiter eines Unternehmens stellen in Santiago Kisten mit Lebensmitteln zusammen, die während der Ausgangssperre verteilt werden sollen. Bild: dpa

Chile und Peru haben Italien bei den Opferzahlen überholt, obwohl sie früh rigorose Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen haben. Die Regierungen haben eines unterschätzt.

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          Lateinamerika hat sich zu einem neuen Zentrum der Corona-Pandemie entwickelt. Über zwei Millionen Infizierte und mehr als 90.000 Tote wurden seit dem Ausbruch in der Region registriert. Gravierend ist die Situation nicht nur in den beiden bevölkerungsreichsten Ländern Brasilien und Mexiko, auf die mehr als die Hälfte aller Infektionen entfällt. Auch in anderen Ländern hat die Pandemie rasch um sich gegriffen und besorgniserregende Ausmaße erreicht. War Ecuador bereits im April von einem rasanten Anstieg betroffen, der zeitweise das Bestattungswesen überforderte, so machen jüngst vor allen Peru und Chile von sich reden. Die beiden Länder belegen in den Corona-Statistiken vordere Plätze. Beide Länder haben seit Beginn der Pandemie jeweils mehr als 250.000 Fälle registriert und damit Italien in der weltweiten Statistik überholt.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          In Peru waren zuletzt sinkende Neuinfektionen zu verzeichnen. Doch sind bereits mehr als 8000 Menschen infolge einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 249 auf eine Million Einwohner. Die peruanische Regierung hat den Ausnahmezustand und die landesweite Isolierung bis Ende des Monats verlängert, da die Infektionen in einigen Regionen weiter zunehmen. Viele Krankenhäuser sind überfordert, Mangel herrscht vor allem an Sauerstoff. Gesundheitsminister Víctor Zamora sagte, dass dem Land täglich 180 Tonnen Sauerstoff fehlten. Die Regierung hat nun rund 28 Millionen Dollar freigegeben, um Sauerstoff zu importieren und die Produktion im eigenen Land auszubauen. Derweil greifen viele betroffene Peruaner in ihrer Not auf den Schwarzmarkt zurück, wo teure Sauerstoffflaschen von zweifelhafter Qualität angeboten werden.

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