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Schlag für Tourismus : Warum Belgien so viele Regionen auf die rote Corona-Liste setzt

Eine rote Ampel in Brüssel: Mit einem Ampelsystem warnt Belgien vor Infektionsrisiken in bestimmten Regionen. Bild: Reuters

Wegen der Corona-Pandemie verbietet Belgien Reisen in immer mehr europäische Regionen. Ist das Land zu pingelig, oder sieht es genauer hin?

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          Belgien ist gerade dabei, sich bei seinen Nachbarn ziemlich unbeliebt zu machen. Immer mehr europäische Regionen und Länder setzt die Regierung auf eine rote Corona-Liste. Rot heißt: Nicht notwendige Reisen sind ab sofort untersagt. Und wer von dort zurückreist, muss sich nicht nur testen lassen, sondern sich auch für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Für touristische Gegenden ist das ein Schlag, mitten in der Feriensaison.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Zuletzt bekamen das die drei Schweizer Kantone am Genfer See zu spüren, eine beliebte Urlaubsgegend für französischsprachige Belgier. Am Wochenende wurden die Kantone plötzlich auf „Rot“ gesetzt, ohne jede Vorwarnung. Im belgischen Fernsehen liefen daraufhin Berichte über „Waadt in Wut“. Schweizerische Politiker beklagten sich über ungerechte Behandlung und intransparente Berechnungsmethoden in Brüssel.

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