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Woodrow Wilson : Der Rassentrenner

Mit neuen Augen: Ausstellung über Woodrow Wilson in Princeton Bild: AP

Ein Vorfall aus dem Jahre 1914 lässt den Schluss zu, dass Präsident Woodrow Wilson auch eine „dunkle Seite“ hatte. Er trat vehement für die Rassentrennung ein. Seine Universität zieht Konsequenzen.

          3 Min.

          Für deutsche Nationalisten war Woodrow Wilson, wie der Historiker Manfred Berg in seiner Biographie des amerikanischen Präsidenten der Jahre 1913 bis 1921 schreibt, schon immer ein „salbungsvoller, scheinheiliger Heuchler“. Diese aus der Enttäuschung über den Ausgang des Ersten Weltkrieges gespeiste Einschätzung würden heute auch manche in Wilsons Heimatland teilen.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

          Zumindest wird der lange Zeit als Idealist, Verfechter des Selbstbestimmungsrechts der Völker und „Erfinder“ des Völkerbunds geltende Mann jetzt viel kritischer gesehen als früher.

          Ihren Ausgang nahm die Kritik an Wilsons früherem Arbeitsplatz, der Universität Princeton. Deren Präsident war er von 1902 bis 1910, also vor seiner politischen Karriere. 2015 initiierte die Studentenorganisation Black Justice League eine Kampagne gegen Wilson. Die Protestierer warfen Wilson vor, für die Rassentrennung eingetreten zu sein.

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