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Irans Raketenangriff im Irak : Schon die Vergeltung oder erst der Anfang?

Irans Revolutionsführer Ali Chamenei feierte den Raketenangriff als einen „Schlag ins Gesicht“ der Vereinigten Staaten. Bild: dpa

Iran hat seine Drohung wahrgemacht und in der Nacht amerikanische Ziele im Irak attackiert. Dass Teheran Arbil als eines der ersten Ziele wählte, könnte eine doppelte Botschaft sein.

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          Als einen „Schlag ins Gesicht“ der Vereinigten Staaten feierte Irans Revolutionsführer Ali Chamenei am Mittwochmorgen die Raketenangriffe auf die zwei amerikanischen Stützpunkte im Irak. Er forderte, dass die Amerikaner die „Region“ nun verlassen müssten. Kurz nachdem die Boden-Boden-Raketen auf dem Luftwaffenstützpunkt Ain al Assad und in der amerikanischen Basis von Arbil, der Hauptstadt der autonomen Region Irakisch-Kurdistan, eingeschlagen waren, skizzierte ein Kommandeur der Revolutionswächter im iranischen Fernsehen das Szenario der kommenden Wochen. Die Angriffe auf die Ziele im Irak seien nur der erste Schritt gewesen, warnte er. Iran werde Amerika nicht verschonen.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Wenig später versuchte Regierungssprecher Ali Rabiei diese Drohung abzuschwächen. Er dankte den Revolutionswächtern, deren Luftwaffe die Angriffe durchgeführt hatte. Denn sie seien eine legitime Antwort auf die Tötung des Generals Qassem Soleimani. Iran wolle zwar keinen Krieg, nehme aber auch keine Aggression hin, so Rabiei.

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