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Wege aus der Klimakrise : Wieso ein Baum auch schaden kann

  • -Aktualisiert am

Regenwald in Uganda Bild: Reuters

Einen Baum zu pflanzen für das Klima, das ist etwas Gutes. Das ist die schöne Geschichte. Doch es gibt auch eine andere – die ist nicht so schön und spielt in den ärmeren Ländern.

          7 Min.

          Wenn es um Bäume für das Klima geht, gibt es zwei Geschichten. Die erste ist laut und schön, in Deutschland hören wir sie ununterbrochen. Sie erzählt, dass es nur genug Bäume auf der Welt geben muss, um den Klimawandel zu stoppen. Es ist kinderleicht, sich an dieser Weltrettung zu beteiligen. Man benutzt die Suchmaschine Ecosia, und schon pflanzt das Unternehmen einen Baum. Man bestellt sich bei McDrive einen Rindfleischburger und eine Cola und ordert bei Bedarf noch einen Baum dazu. Man sammelt bei Edeka Punkte für Nachhaltigkeit, und ab zehn pflanzt der Supermarkt einen Baum.

          Wer Bäume pflanzt, tut etwas Gutes. Das ist die Hauptbotschaft der Geschichte. Gut soll es sein, weil alle, die daran beteiligt sind, profitieren. Die Menschen oder Unternehmen in Deutschland, weil sie kein schlechtes Gewissen mehr haben müssen. Leute in der ganzen Welt, weil sie nun Bäume vor ihrer Haustür haben, meist noch mit Früchten, die sie essen oder verkaufen können. Und natürlich das Klima, weil Bäume CO2 binden.

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