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Präsidentschaftswahl in Kenia : Wahlkommission setzt neuen Termin an

  • Aktualisiert am

Sieht in den Neuwahlen einen „historischen Moment“: Oppositionsführer Raila Odinga Bild: AP

Kenia steht auf Kopf, im Oktober wird die annullierte Wahl wiederholt. Der Erzrivale des bisherigen Präsidenten wittert nun seine große Chance.

          Nach der annullierten Präsidentschaftswahl in Kenia soll am 17. Oktober abermals gewählt werden. Es werde keine neuen Nominierungen geben, die einzigen Kandidaten würden Uhuru Kenyatta und Raila Odinga sowie die Kandidaten für die Vizepräsidentschaft sein, teilte am Montag die Wahlkommission mit.

          Die Kommission hatte Amtsinhaber Kenyatta, der 54 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte, nach der Wahl am 8. August zum Sieger erklärt. Sein Erzrivale und Oppositionsführer, der 72 Jahre alte Odinga, hatte seinem Kontrahenten allerdings Wahlbetrug vorgeworfen und das Ergebnis vor Gericht angefochten. Überraschend annullierte das Oberste Gericht am Freitag die Wahl, nach Angaben des Richters entsprach sie nicht den Vorgaben der Verfassung.

          Für Odinga war es schon der vierte gescheiterte Versuch, an die Macht zu gelangen. Jedes Mal hatte er anschließend Wahlbetrug und Manipulation dafür verantwortlich gemacht. Auch diesmal sprach er von „Schwindel“ und zog vor Gericht. Unbekannte seien in das Computersystem der Wahlkommission eingedrungen und hätten die Daten manipuliert. Er behauptete, eigentlich habe er gesiegt.

          Vor allem nach der Verkündung des Wahlergebnisses war es zu Protesten in Oppositionshochburgen in Nairobi und im Westen des Landes gekommen, bei denen auch Menschen ums Leben kamen.

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