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Wahlen in Tunesien : Kommission erklärt weltliche Partei zum Sieger

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Béji Caïd Essebsi (Mitte) feiert den Sieg seiner Bewegung Nidaa Tounès Bild: dpa

Tunesien ist weiter auf dem Weg zur Demokratie. Die säkulare Partei wurde nun offiziell zum Sieger der Parlamentswahlen erklärt. Die Islamisten akzeptieren das Ergebnis.

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          Nach der Parlamentswahl in Tunesien ist der erwartete Sieg der säkularen Partei Nidaa Tounès durch das vorläufige amtliche Ergebnis bestätigt worden. Das Sammelbecken verschiedener politischer Kräfte konnte sich 85 der 217 Parlamentssitze sichern, wie die Wahlkommission in der Nacht zum Donnerstag bekannt gab. Die islamistische Ennahda-Partei erhält demnach 69 Mandate. Sie hatte ihre Niederlage bereits am Montag eingeräumt.

          Die Abstimmung am Sonntag war die erste Parlamentswahl seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Ben Ali im Januar 2011.  Der Umsturz in Tunesien leitete den Arabischen Frühling ein. Seitdem hat das Land einen tiefgreifenden Wandel vollzogen, während andere Staaten der Region wie Syrien oder Libyen in Chaos und Bürgerkrieg versinken. Der Urnengang verlief ohne die befürchteten Gewaltexzesse durch radikale Islamisten, zu denen es zuletzt vermehrt gekommen war.

          Präsidentschaftswahlen stehen an

          Nidaa Tounès vereint politische Kräfte vom linken bis zum Mitte-Rechts-Spektrum, darunter auch Anhänger des 2011 gestürzten Ben Ali. Ennahda war bisher die dominierende Kraft in der Verfassungsgebenden Versammlung, verlor zuletzt jedoch an Rückhalt.

          Für den 23. November sind Präsidentschaftswahlen in Tunesien angesetzt. Der Vorsitzende von Nidaa Tounès, der 87-jährige Politikveteran und frühere Regierungschef Béji Caïd Essebsi, gilt auch hier als Favorit

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