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Italiens zerstrittene Linke : Uneinig gegen die vereinte Rechte

Giorgia Meloni während eines Interviews Anfang August Bild: AFP

Vierzig Prozent der italienischen Wähler sind noch unentschlossen. Ist die Wahl am 25. September dennoch schon gelaufen, wie manche Demoskopen glauben?

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          Die italienischen Linksparteien taumeln von Streit zu Streit und hoffen trotzdem, die vereinte Rechte bis zu den vorgezogenen Parlamentswahlen am 25. September noch abfangen zu können. Manche Demoskopen haben die Linke aber schon abgeschrieben, bezeichnen den Vorsprung der Rechten als uneinholbar. Der Befund scheint etwas verfrüht, denn es sind dieselben Meinungsforscher, die bei ihren Umfragen einen Anteil von fast 40 Prozent noch unentschlossener Wähler ermitteln.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Außerdem gibt es keine Erfahrungswerte für die Korrelation von Voraussagen und Wahlergebnissen bei Wahlen im Herbst. Seit der Gründung der Republik Italien 1946 haben Parlamentswahlen bisher immer zwischen Februar und Juni stattgefunden. Die Neuwahl im Herbst ist ein Novum. Kein Mensch weiß, wie die italienischen Wähler auf eine „Kampagne unterm Sonnenschirm“ reagieren: mit noch mehr Überdruss an ihren Politikern und weniger Neigung zum Wählen – oder umgekehrt mit einem spätsommerlichen Drang zu politischer Partizipation?

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