Vorwahlen in Argentinien :
Ein politischer Rockstar ist geboren

Von Tjerk Brühwiller, São Paulo
Lesezeit: 5 Min.
Gewinner der Vorwahlen: Milei lässt sich am Sonntag in Buenos Aires von seinen Anhängern feiern.
In Argentinien haben viele das Vertrauen in die Politik verloren. Das weiß Javier Milei für sich zu nutzen. Der Politiker gilt wirtschaftlich als ultraliberal und gesellschaftlich als sehr rechts.

Nach seinem kometenhaften Aufstieg in den vergangenen Jahren hatte man Javier Milei auf der Rechnung. Doch keine Umfrage hatte vorhergesehen, was dem ultraliberalen Rechtsaußen-Politiker am Sonntag gelang. In den obligatorischen Vorwahlen holte kein anderer Kandidat für die Präsidentenwahl im kommenden Oktober mehr Stimmen als Milei, der einen radikalen Wandel verspricht und Argentiniens „politische Kaste“, wie er die traditionellen politischen Kräfte nennt, zu Boden bringen will. „Wir sind die wahre Opposition“, sagte er am Sonntagabend nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse der Vorwahl, bei der landesweit mehr als 30 Prozent der Stimmen auf ihn fielen. Niemand außer ihm und seiner Freiheitspartei „La Libertad Avanza“ könnten Argentinien voranbringen.

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