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Kandidatur von Joe Biden : Kuriose Konstellation

Joe Biden – einer der Herausforderer Donald Trumps bei der Präsidentschaftswahl 2020. Bild: EPA

Joe Biden schließt sich mit seiner Präsidentschaftskandidatur für die amerikanischen Wahlen 2020 dem bisher herrschenden Trend an. Nun muss er in einer kuriosen Konstellation Kampfeswillen zeigen.

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          Wenn das so weitergeht, dann ist das Feld der Demokraten, die im kommenden Jahr gegen den Präsidenten Trump antreten wollen, bald zwei Fußball-Mannschaften stark. Das ist schon mal ein kleiner Vorteil für den Amtsinhaber. Joe Biden, Obamas Vizepräsident und zuvor langjähriger Senator, ist jetzt der zwanzigste Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Partei – und mit 76 Jahren ist er der zweitälteste.

          Nur Bernie Sanders, der 2016 Hillary Clinton so zugesetzt hatte, ist noch älter. Dabei ist die Konstellation kurios: Auf der einen Seite bewegt sich die Partei nach links, gibt sich unter dem Einfluss neuer, junger Leute ein „progressives“ Programm. Auf der anderen Seite liegen in den Umfragen ausgerechnet die beiden ältesten Bewerber vorne.

          Biden fällt aus dem ideologischen Rahmen: Er ist der Moderate unter den Möchtegern-Herausforderern Trumps. Hätte er eine Chance, Arbeiterwähler, die für Trump gestimmt hatten, für die Demokraten zurückzugewinnen? Vielleicht, Kampfeswillen hat er ja. Der demographisch-politische Großtrend könnte allerdings genauso gut in die andere Richtung gehen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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