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Wahl in Polen : Verhärtete Fronten – das Misstrauen sitzt tief

Favorit: Amtsinhaber Andrzej Duda Bild: AP

Eigentlich wollte Polens Regierungspartei am 10. Mai einen Präsidenten wählen lassen, trotz Corona. Das wurde verhindert. Jetzt suchen die Parteien nach einem Ausweg. Doch das Misstrauen sitzt tief.

          3 Min.

          Polen hat aufregende Wochen hinter sich und, so darf man vermuten, noch spannende Wochen vor sich. Nachdem die Präsidentenwahl am ursprünglich festgelegten Termin am 10. Mai nicht stattfinden konnte, wird nun über ein Wahlgesetz für den nächsten Versuch gestritten, der vermutlich Ende Juni oder Anfang Juli stattfinden soll. Und das Misstrauen zwischen den politischen Lagern ist tief und die Atmosphäre im Land geradezu hasserfüllt.

          Gerhard Gnauck

          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Das Zusammentreffen von Covid-19, Wahlkampf und Wahlvorbereitung Anfang März hat Polen in Turbulenzen gestürzt. Wegen der Einschränkungen für den Wahlkampf durch die Maßnahmen gegen die Pandemie und wegen der gesundheitlichen Gefahren für Wähler und Wahlhelfer war von führenden Medien und von der Opposition früh eine Verschiebung der Wahl gefordert worden. Die Regierungspartei PiS reagierte darauf mit einer Änderung des Wahlgesetzes, laut dem alle 30 Millionen Wahlberechtigten am 10. Mai per Briefwahl wählen sollten.

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