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Wahl in Frankreich : Albtraum Le Pen

Paris, am 11. April Bild: AP

Unter einer Präsidentin Marine Le Pen hieße die Devise: Frankreich zuerst. Das wäre fatal für Deutschland, zu dem sie „unüberwindbare Differenzen“ sieht. Und eine Katastrophe für Europa.

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          Emmanuel Macron hat die entscheidende zweite Runde der Präsidentenwahlen in Frankreich „ein Referendum über Europa“ genannt. Das ist gewagt. Das letzte französische Referendum über Europa hat kein gutes Ende genommen. Es offenbarte eine tiefe Spaltung zwischen misstrauischen, unzufriedenen Bürgern und einer europabegeisterten Führungselite. Eine deutliche Mehrheit stimmte mit „Non“ gegen den europäischen Verfassungsvertrag. Seit diesem Tag hat sich kein französischer Präsident mehr getraut, ein Referendum über Europa zu organisieren.

          Dennoch hat Macron recht. Die Wahl zwischen Marine Le Pen und ihm ist eine Richtungsentscheidung mit Folgen weit über die Grenzen Frankreichs hinaus. Macron mag von der EU manchmal zu viel verlangt und ihre Zukunft zu französisch gedacht haben. Deutsche Gewissheiten forderte er heraus. Aber nie hat er Zweifel daran geweckt, dass er die EU voranbringen will.

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