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Ermordete Journalisten : Auf den Spuren russischer Söldner

Welche Angelegenheiten bringt die russischen Diplomaten mit den zentralafrikanischen Politikern zusammen? Bild: AFP

Drei Journalisten recherchieren in Zentralafrika über eine russische Söldnerarmee, kurz darauf sind sie tot. Hat das etwas mit Moskaus Interessen auf dem Kontinent zu tun?

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          Denkt Russland Außenminister Sergej Lawrow an Afrika, gerät er schnell in Schwärmen. Von einer „neuen Weltordnung“ spricht er dann, in welcher Afrika „ein wichtiger Eckstein“ sei, und erwähnt die strategische Bedeutung des Kontinents: „Ohne Afrika lässt sich keine Antwort auf die drängenden Probleme des neuen Jahrhunderts wie den Klimawandel, den Terrorismus oder die transnationale Kriminalität finden.“ Zudem verfügt Afrika über unermessliche Vorräte an Bodenschätzen, von denen viele bisher kaum erschlossen sind. In den zehn Jahren zwischen 2005 und 2015 hat Russland folgerichtig seine Direktinvestitionen in Afrika um 185 Prozent gesteigert.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Kein Wunder, dass Lawrow erst im Frühjahr selbst eine ausgiebige Afrikareise unternahm, die ihn nach Angola, Namibia, Moçambique, Zimbabwe und Äthiopien führte – allesamt Verbündete aus einer Zeit, als im Kreml noch von der Weltrevolution geträumt wurde. Um ein Land, das für Moskau von durchaus strategischer Bedeutung ist, machte Lawrow im März allerdings einen Bogen: die Zentralafrikanische Republik.

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