https://www.faz.net/-gpf-9x7ts

Fragile Lage : Waffenruhe in Idlib hält seit Mitternacht

  • Aktualisiert am

Kämpfer mit einer Flagge der syrischen Nusra Front, einer islamistischen Gruppierung, die in Idlib gegen die syrischen Regierungstruppen kämpft. Bild: AP

Außer sporadischem Gewehrfeuer an den Frontlinien hat es laut Anwohnern in der umkämpften syrischen Provinz seit Mitternacht keine neuen Angriffe gegeben. Ein Oppositionsführer nennt die Waffenruhe aber „fragil“.

          1 Min.

          Eine von der Türkei und Russland ausgehandelte Waffenruhe für die syrische Provinz Idlib hält Bewohnern und Oppositionsvertretern zufolge zunächst weitgehend. Es habe weder neue Luftangriffe noch schweren Artillerie-Beschuss geben, erklärten sie am frühen Freitagmorgen. An einigen Frontlinien gebe es sporadisches Maschinengewehr- und Granatwerferfeuer. „Wir sehen in den ersten Stunden bei allen Kriegsparteien eine gespannte Ruhe“, sagte der Oppositionsvertreter Ibrahim Al-Idlibi. Jeder sei sich bewusst, dass ein Verstoß Konsequenzen haben würde. „Es ist aber eine sehr fragile Waffenruhe.“

          Die Feuerpause gilt seit Mitternacht. Am Donnerstag hatte sich der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan in Moskau auf die neue Waffenruhe in Idlib geeinigt. Russland ist in dem Bürgerkrieg die Schutzmacht der syrischen Regierung, die seit Dezember versucht, die letzte große Rebellenhochburg Idlib unter Kontrolle zu bringen. Die Türkei unterstützt dagegen die Rebellen, darunter islamistische Gruppen.

          Laut Vereinbarung wollen Russland und die Türkei gemeinsam die Einhaltung der Feuerpause garantieren. Zudem sind ab dem 15. März gemeinsame Patrouillen vorgesehen. Außerdem soll ein Sicherheitskorridor entlang der wichtigen Verbindungsstraße M4 eingerichtet werden.

          Weitere Themen

          „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“

          Neue Proteste in Amerika : „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“

          In Amerika gehen die Proteste mit unverminderter Kraft weiter. Drei frühere Verteidigungsminister sowie 86 weitere frühere Verteidigungspolitiker und Offiziere stellen sich derweil in einem Gastbeitrag gegen Trumps Militär-Drohung.

          Topmeldungen

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.

          Neue Proteste in Amerika : „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“

          In Amerika gehen die Proteste mit unverminderter Kraft weiter. Drei frühere Verteidigungsminister sowie 86 weitere frühere Verteidigungspolitiker und Offiziere stellen sich derweil in einem Gastbeitrag gegen Trumps Militär-Drohung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.