https://www.faz.net/-gpf-8hicc

Während des Gipfeltreffens : China warnt G7 vor Einmischung in Inselstreit

  • Aktualisiert am

Feierlichkeiten zum Jubiläum der Volksarmee: Die chinesische Marine kreuzt auf (Archivbild). Bild: Reuters

Die G7 solle sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern: China will den Gipfelteilnehmern deutlich machen, dass sie sich aus dem Inselstreit herauszuhalten haben. Unterdessen wurden neue Militärpläne Pekings bekannt.

          1 Min.

          China hat die sieben großen Industrienationen aufgefordert, sich aus seinen Inselstreitigkeiten im Südchinesischen Meer herauszuhalten. „Um nicht überflüssig zu werden und sogar den Frieden und die Stabilität in der Welt negativ zu beeinflussen, sollte sich die G7 um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen und Konflikte anzufachen“, schrieb die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag zum Auftakt des G7-Gipfel im japanischen Ise-Shima.

          Der Kommentar reagierte auf die Pläne der G7, Position zu den Territorialstreitigkeiten zu beziehen. Wie DPA aus diplomatischen Kreisen erfuhr, soll die Erklärung die Bedeutung einer „friedlichen“ Beilegung der Dispute betonen. Sie decke sich weitgehend mit der Stellungnahme der G7-Außenminister im April, die heftigen Protest in Peking ausgelöst hatte.

          China will offenbar Atom-U-Boote entsenden

          Ohne China namentlich zu erwähnen, lehnt die G7 darin entschieden jegliche „einschüchterende, zwangsweise oder provokative einseitige Maßnahmen“ ab, die den Status quo verändern und Spannungen erhöhen könnten. China erhebt fast auf das gesamte Südchinesische Meer Anspruch und streitet sich mit den Philippinen, Brunei, Malaysia, Vietnam und Taiwan um die fisch- und rohstoffreichen Gewässer. Peking schüttete unter anderem künstliche Inseln auf und legte Landebahnen sowie Militäranlagen an, um seine Ansprüche zu untermauern.

          Unterdessen spitzt sich der Konflikt mit den Vereingten Staaten zu. Da Washington die Präsenz im Pazifik verstärkt habe, soll sich China provoziert gefühlt haben und will deshalb die eigene Präsenz im erhöhen. Das berichtet der „Guardien". Atom-U-Boote Chinas sollen noch 2016 im Pazifik patroullieren. Das Blatt beruft sich auf einen internen Bericht des Verteidigungsministeriums und führt Quellen im chinesischen Militär an. 

          Weitere Themen

          Zeugenaussage belastet Trump Video-Seite öffnen

          Im Ukraine-Konflikt : Zeugenaussage belastet Trump

          Der amerikanische Chefdiplomat in der Ukraine, William Taylor, hat ausgesagt, dass Trump Bedingungen von Selenskyj für Militärhilfen gefordert hat.

          Topmeldungen

          Die typische Landschaft des Teufelsmoor bei Worspwede bei Bremen.

          Bedrohte Moorgebiete : Die unterschätzten Klimaretter

          Die Moore sind gefährdet. Immer mehr dieser Feuchtgebiete trocknen aus. Dabei sind sie für das Erdklima mindestens so wichtig wie unsere Wälder, wie zwei aktuelle Studien belegen.
          Mario Draghi und seine Nachfolgerin Christine Lagarde.

          Wechsel an der EZB-Spitze : Draghi und die Deutschen

          Nirgendwo ist EZB-Präsident Mario Draghi, der am 31. Oktober abtritt, auf so viel Protest gestoßen wie in Deutschland. Am Ende hat er die Macht der Europäischen Zentralbank überdehnt. Eine Bilanz.

          Ukraine-Affäre : Stehen die Republikaner weiter hinter Trump?

          Der amerikanische Botschafter in der Ukraine, William Taylor, hat Donald Trump vor dem Kongress schwer belastet. Die Republikaner reagierten mit Solidaritätsbekundungen, aber einige in der Partei setzen sich auch von ihrem Präsidenten ab.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.