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Raketen aus Russland : Die Spur führt zu „Tor“

Russisches Flugabwehrsystem S-400, hier in Syrien (Symbolbild) Bild: dpa

Sie fliegen 850 Meter pro Sekunde und bis zu sechs Kilometer hoch: russische Flugabwehr-Raketen des „Tor“-Systems. Teheran hatte mit Moskau 2005 einen Liefervertrag ausgehandelt.

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          Schon tagsüber kursierte am Donnerstag im Internet ein Foto, welches das Fragment einer Boden-Luft-Rakete des russischen Flugabwehrsystems „Tor“ zeigen soll. Angeblich nahe dem Ort, an dem Trümmer des ukrainischen Passagierflugzeugs am frühen Mittwochmorgen niedergegangen seien. Allerdings wiesen die Online-Rechercheure von Bellingcat darauf hin, dass eine Verortung des Bildes, die sogenannte Geolocation, unmöglich sei, und warnten vor voreiligen Schlüssen.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, Olexij Danylow, teilte mit, die Fachleute seines Landes, die nun in Iran die Ursache des Absturzes von Flug PS752 von Teheran nach Kiew mit 176 Toten untersuchen würden, seien entschlossen, nach solchen „Tor“-Fragmenten zu suchen. Sie würden dabei auch auf Wissen zurückgreifen, das in der Erforschung des Abschusses von Flug MH17 im Juli 2014 über der Ostukraine gewonnen worden sei. Für diesen Abschuss mit 298 Toten macht eine internationale Ermittlergruppe unter Führung der Niederlande eine russische Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk verantwortlich, die der einer Flugabwehrbrigade im westrussischen Kursk gehörte.

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