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Vorwahlen der Republikaner : Mitt Romney siegt in Illinois

  • Aktualisiert am

Rund 47 Prozent der Stimmen erhielt Romney ersten Auszählungen nach in Illinois Bild: AFP

Vorsprung ausgebaut: Mitt Romney hat die Vorwahl im Bundesstaat Illinois klar gewonnen. Er erhielt deutlich mehr Stimmen als sein härtester Kontrahent Rick Santorum.

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          Mitt Romney ist der Präsidentschaftskandidatur der Republikaner einen bedeutenden Schritt näher gerückt. Mit einem klaren Sieg in der Vorwahl im Bundesstaat Illinois setzte er sich am Dienstag weiter von seinem härtesten Kontrahenten Rick Santorum ab. Romney konnte nach Auszählung der meisten Stimmen rund 47 Prozent erreichen, während Santorum auf 35 kam, meldete der TV-Sender CNN. Abgeschlagen waren der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul mit neun Prozent sowie der frühere Parlamentspräsident Newt Gingrich mit acht Prozent.

          Der wichtige Erfolg hilft Romney, seinen Favoritenstatus im Rennen um die Kandidatur allmählich zu festigen. Er erhält die meisten der insgesamt 69 Delegierten, die Illinois zum Nominierungsparteitag der Republikaner Ende August in Florida senden wird. Um dort zum Gegenkandidaten von Präsident Barack Obama aufgestellt zu werden, benötigt ein Bewerber 1144 Delegiertenstimmen. Nach CNN-Berechnungen bringt der frühere Gouverneur Romney schon mindestens 506 Delegierte sicher hinter sich, der ultrakonservative Santorum nur 237.

          „Ein außerordentlicher Erfolg“

          Romney bejubelte sein Abschneiden in dem bevölkerungsreichen Staat als „außerordentlichen Erfolg“. In seiner Siegesrede machte er klar, dass er sich bereits in der Rolle des Obama-Herausforders sehe. „Es ist Zeit, dieses Wort zu sagen: Genug! Wir haben genug“, rief der ehemalige Gouverneur seinen Unterstützern in Schaumburg (Illinois) zu. Er habe 25 Jahre lang in der Wirtschaft gearbeitet und dabei viel über die Schaffung von Arbeitsplätzen gelernt, während Obama als „Professor für Verfassungsrecht“ keine Erfahrung damit gemacht habe.

          Santorum hingegen warnte in seiner Rede am Dienstagabend, den ehemaligen Geschäftsmann zum Kandidaten fürs Weiße Haus zu machen. „Wir brauchen keinen Manager, wir brauchen jemanden, der den Regierungsapparat an den Wurzeln packt“, sagte der ultrakonservative Katholik und warf Romney abermals Wankelmütigkeit in der politischen Ausrichtung vor: „Wir brauchen jemanden, dem man vertrauen kann.“

          Schwindende Chancen für Santorum

          Mit den Niederlagen in Illinois und am vergangenen Sonntag in Puerto Rico beginnen Santorums Chancen zu schwinden. Allerdings wird es vermutlich noch mindestens bis Juni dauern, bis das Rennen endgültig entschieden ist. Bisher beteuern alle Bewerber, auf keinen Fall aufgeben zu wollen. Hinter den Kulissen bereiten sich die Republikaner auf eine Kampfabstimmung auf dem Parteitag vor, was es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Die nächste Vorwahl findet am Samstag in Louisiana statt. Danach geht es erst am 3. April weiter.

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