https://www.faz.net/-gpf-8w89a

Vor Wahl in Frankreich : Putin empfängt Front-National-Chefin Le Pen im Kreml

  • Aktualisiert am

„Behalten uns das Recht vor, mit allen politischen Kräften des Landes zu kommunizieren“: Russlands Präsident Putin über sein Treffen mit Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National Bild: dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat wenige Wochen vor der Präsidentenwahl in Frankreich überraschend die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen empfangen. Einfluss auf die Wahl wolle er damit aber nicht nehmen.

          1 Min.

          Einen Monat vor der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen ist die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen in Moskau von Staatschef Wladimir Putin empfangen worden. Dieser sagte am Freitag laut russischen Nachrichtenagenturen, Moskau wolle „auf keinen Fall“ Einfluss auf die politischen Ereignisse in Frankreich nehmen. „Aber wir behalten uns das Recht vor, mit allen politischen Kräften des Landes zu kommunizieren.“

          Es sei „interessant“, sich mit der Front-National-Chefin über die Entwicklung der bilateralen Beziehungen auszutauschen, sagte Putin. Die Politikerin repräsentiere ein „politisches Spektrum“ in Europa, das sich rasch entwickle.

          Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete das Treffen, die erste Begegnung der beiden überhaupt, als „normale Praxis“. Putin habe seine Bereitschaft bekräftigt, sowohl mit der aktuellen politischen Führung als auch mit der Opposition in Kontakt zu stehen, sagte er. Trotzdem ist das Treffen so kurz vor der französischen Wahl ungewöhnlich.

          Normalerweise trifft der Kreml-Chef laut Protokoll dann eher den Staats- oder Regierungschef. Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl findet am 23. April statt, eine Stichwahl ist für Anfang Mai vorgesehen. Im Rennen um die Nachfolge des unpopulären Sozialisten François Hollande sehen Umfragen derzeit den parteilosen Mitte-Kandidaten Emmanuel Macron und Le Pen vorn. Die FN-Chefin hatte vor ihrem Gespräch mit Putin bereits Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin getroffen. Dabei sprach sie sich für eine enge Kooperation beider Länder im Kampf gegen den Terrorismus aus.

          Weitere Themen

          Laschets Kampf geht weiter

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“ Video-Seite öffnen

          Stimmung bei der CDU : „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“

          Trotz des schlechten Ergebnisses der Union wirkte Armin Laschet bei seinem Auftritt im Konrad-Adenauer-Haus entschlossen, eine Koalition zu bilden. Der Leiter des F.A.Z.-Hauptstadtbüros, Eckart Lohse, berichtet über den Abend in der Parteizentrale der CDU.

          Topmeldungen

          Eines ist allen in der Union klar: Auch ein knappes Rennen, ja sogar ein knapper Sieg führen nicht automatisch ins Kanzleramt.

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.