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Vor möglichem Volksentscheid : Schweizer Parlament stimmt für Einführung der Homo-Ehe

  • Aktualisiert am

Die Abgeordnete Florence Brenzikofer trägt bei den Schlussabstimmungen am Freitag in Bern eine Maske mit Regenbogenfarben. Bild: dpa

Die „Ehe für alle“ hat im Schweizer Parlament die entscheidende Hürde genommen. Das letzte Wort werden aber wohl die Schweizer bei einer Volksabstimmung haben.

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          Das Schweizer Parlament hat der Einführung der Homo-Ehe zugestimmt. Mit dem Votum am Freitag billigten nun beide Kammern des Parlament die Vorlage „Ehe für alle“. Das letzte Wort werden aber aller Voraussicht nach die Schweizer haben: Die konservative Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) hat eine Volksabstimmung zur Ehe für gleichgeschlechtliche Paare angekündigt.

          Die Schweiz war bisher eines der wenigen europäischen Länder, in dem die Homo-Ehe noch verboten war. Erlaubt war bisher eine „eingetragene Partnerschaft“, die jedoch rechtlich nicht der Ehe gleichgestellt ist. Das Gesetz gestattet zudem lesbischen Ehepaaren den Zugang zu Samenspenden. „Das ist ein historischer Sieg für die Rechte der LGBTIQ-Community“, schrieb die Schweizer Sektion von Amnesty International im Online-Dienst Twitter.  

          Die Organisation Regenbogenfamilien, die sich für die Rechte homosexueller Eltern in der Schweiz einsetzt, kündigte an, sich auf einen Volksentscheid vorzubereiten. Auch Matthias Erhardt, der Vizepräsident des Komitees Ehe für alle, hatte sich schon Anfang Dezember zuversichtlich gezeigt: „Wir haben 82 Prozent der Bevölkerung hinter uns“, sagte er.

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