https://www.faz.net/-gpf-9l7l1

Drohung an Spekulanten : Erdogan warnt vor „provokativen Aktionen“

  • Aktualisiert am

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Wahlveranstaltung in Istanbul Bild: AFP

Die wirtschaftliche Lage der Türkei ist eines der Hauptthemen bei den wichtigen Kommunalwahlen am 31. März. Doch der Kurs der Lira fällt – und Erdogan droht denjenigen, die genau darauf setzen.

          Eine Woche vor den wichtigen Kommunalwahlen in der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan Währungsspekulanten mit Konsequenzen gedroht. Diejenigen, die „provokative Aktionen“ unternähmen, Devisen kauften und auf einen Kursverfall der Türkischen Lira setzten, müssten einen „sehr hohen Preis zahlen“, sagte Erdogan am Sonntag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu auf einer Wahlkampfveranstaltung in Istanbul.

          „Ich wende mich an diejenigen, die am Vorabend der Wahl solchen Aktionen beitreten, wir kennen eure Identität, wir wissen, was ihr alle gemacht habt“, sagte Erdogan demnach. Die Bankenaufsichtsbehörde BDDK habe bereits Schritte unternommen.

          Der Kurs der Türkischen Lira hatte am Freitag um mehr als vier Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Am Samstag dann ermittelte die BDDK nach Anadolu-Angaben gegen die amerikanische Bank JP Morgan. Hintergrund sei ein Bericht der Bank von Freitag, meldete Anadolu, ohne Details zum Inhalt zu nennen.

          TRY/USD

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Schon im Sommer hatte unter anderem ein Zerwürfnis mit den Vereinigten Staaten zu einer Währungskrise in der Türkei geführt. Die türkische Wirtschaft war dann zum Jahresende 2018 in die Rezession gerutscht. Ökonomen sprechen von Rezession, wenn eine Volkswirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft. Die wirtschaftliche Lage ist eines der Hauptthemen bei den Kommunalwahlen am 31. März in der Türkei.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Busunglück von Madeira : Das Gaspedal oder die Bremsen

          Nach dem schweren Busunglück auf Madeira mit 29 Toten wird über die Ursache gerätselt. Augenzeugen berichten, dass der Fahrer vergeblich versuchte, den Bus gegen eine Mauer zu steuern. Bremsspuren soll es keine geben.

          Donald Trump : Schuldig im Sinne der Politik

          Der Bericht von Sonderstaatsanwalt Mueller bestätigt üble Ahnungen über die Zustände im Weißen Haus – aber nicht über eine vermeintliche Verschwörung mit dem Kreml.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.