https://www.faz.net/-gpf-9li1o

Vor Ende der Amtszeit : Algeriens Präsident Bouteflika tritt bis 28. April zurück

  • Aktualisiert am

2009 war der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika noch nicht gesundheitlich angeschlagen wie heute. Bild: Reuters

Eigentlich hatte der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika einen Rücktritt vor dem regulären Ende seiner Amtszeit ausgeschlossen. Doch die schweren Proteste nehmen nicht ab – und richten sich auch gegen das neue Kabinett.

          1 Min.

          Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika tritt vor dem Ende seiner regulären Amtszeit am 28. April zurück. Bis dahin werde der 82 Jahre alte Politiker weiter „Maßnahmen“ ergreifen, um den Betrieb der staatlichen Behörden während der „Übergangsphase“ sicherzustellen, heißt es in einer am Montag von der staatlichen Nachrichtenagentur APS veröffentlichten Erklärung des Präsidialbüros. Eine Übergangsregierung berief Bouteflika bereits am Sonntag ein. 

          Der seit 1999 regierende Präsident hatte im März auf die Kandidatur für ein fünftes Mandat verzichtet, die Wahl zugleich aber auf unbestimmte Zeit verschoben. Der gesundheitlich stark angeschlagene Bouteflika strebte zunächst einen Verbleib im Amt bis zur Beendigung einer „Nationalen Konferenz“ über Reformen des politischen Systems des Landes an.

          Die Proteste gegen die Regierung hatten vor der Rücktrittverkündigung allerdings nicht nachgelassen und Bouteflika weiter unter Druck gesetzt. Hunderte Menschen versammelten sich am Montag abermals im Stadtzentrum von Algier und machten ihrem Unmut über die Maßnahmen Luft. Die oppositionelle Arbeiterpartei beschrieb das neue Kabinett als neues Gesicht für eine alte Regierung. „Es ist nicht klar, auf welcher Basis die Minister ausgewählt worden sind“, hieß es in einer Erklärung der Partei. Die Demonstranten fordern das vollständige Absetzen der regierenden Elite.

          Weitere Themen

          Massenproteste in Brasilien Video-Seite öffnen

          Bolsonaros Corona-Politik : Massenproteste in Brasilien

          Zehntausende haben in Brasilien erneut für die Amtsenthebung und gegen die Corona-Politik des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro demonstriert. Kundgebungen waren in mehr als 400 Städten angekündigt.

          Mit Zuckerbrot und Spritze

          Impfdruck in Griechenland : Mit Zuckerbrot und Spritze

          Auch Griechenland führt wie Frankreich und Italien eine partielle Impfpflicht ein. Fast ein Drittel der Griechen will sich nicht impfen lassen, Anreize haben nicht gewirkt.

          Topmeldungen

          Impfgegner demonstrieren in Athen

          Impfdruck in Griechenland : Mit Zuckerbrot und Spritze

          Auch Griechenland führt wie Frankreich und Italien eine partielle Impfpflicht ein. Fast ein Drittel der Griechen will sich nicht impfen lassen, Anreize haben nicht gewirkt.
          Im Fokus: Die Machenschaften der chinesischen Hacker.

          Mysteriöse Website : Wer jagt Chinas Hacker?

          Auf einer Website werden chinesische Hacker enttarnt. Das Material wird sogar vor Gericht verwendet - in den Vereinigten Staaten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.