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Vor der Präsidentschaftswahl : Unruhen in Senegal

  • Aktualisiert am

Feuerzeichen des Protests: Oppositionelle in Dakar Bild: Reuters

In der senegalesischen Hauptstadt Dakar hat es am Mittwoch schwere Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Sicherheitskräften gegeben. Die Demonstranten fordern den Rückzug der abermaligen Kandidatur von Präsident Wade.

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          Bei den Protesten gegen die abermalige Kandidatur von Präsident Abdoulaye Wade bei der Wahl am 26. Februar ist es in der senegalesischen Hauptstadt Dakar in der Nacht zum Mittwoch abermals zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Dabei kam ein Mensch ums Leben; laut Medienberichten wurde ein Student von einem Polizeifahrzeug überfahren.

          Die Polizei bestätigte den Tod eines jungen Mannes, wies aber jegliche Verantwortung von sich. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen Tausende Demonstranten ein. Seit vergangenem Freitag sind bei Ausschreitungen in Dakar und in der Stadt Podor im Norden des Landes zwei Gegner Wades und ein Polizist getötet worden.

          Zu der Demonstration in Dakar hatte das Bündnis M23 aufgerufen, in dem mehrere Oppositionsparteien und zivilgesellschaftliche Verbände organisiert sind. Sie fordern von Wade einen Rückzug seiner Kandidatur. Hintergrund ist, dass der Verfassungsrat am Freitag eine dritte Kandidatur des 85 Jahre alten Präsidenten Wade zugelassen und die des Popstars Youssou N'Dour ausgeschlossen hatte.

          Die Demonstraten fordern einen Rückzug der Kandidatur von Präsident Abdoulaye Wade Bilderstrecke

          Die 2001 verabschiedete Verfassung Senegals erlaubt nur zwei Amtszeiten. Wade argumentiert aber, dass er schon ein Jahr zuvor an die Macht gekommen war und diese Regel deshalb für ihn nicht gelte.

          Die Opposition gab unterdessen bekannt, sie wolle den Urnengang trotz ihrer Kritik an der Kandidatur Wades nicht boykottieren. Für das höchste Staatsamt kandidieren nach derzeitigem Stand 14 Bewerber.

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