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Vor der Präsidentenwahl : Zwei Oppositionspolitiker in Venezuela erschossen

  • Aktualisiert am

In Venezuela sind zwei Unterstützer von Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles erschossen worden. Das teilte seine Partei Primero Justicia mit. Am 7. Oktober tritt Capriles bei der Wahl gegen Amtsinhaber Hugo Chávez an.

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          In Venezuela sind gut eine Woche vor der Präsidentenwahl zwei Oppositionspolitiker getötet worden. Auf die beiden Unterstützer von Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles sei aus einem Lieferwagen geschossen worden, teilte seine Partei Primero Justicia am Sonntag mit. Auch das Büro von Präsident Hugo Chávez bestätigte den Tod der beiden Aktivisten.

          Über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Capriles, im östlichen Bundesstaat Barinas hätten unbekannte Täter am Samstag offenbar auf einen Wahlkampfkonvoi geschossen. Dabei seien zwei Jugendliche getötet worden. Innenminister Tareck El Aisami bestätigte diese Version nicht. Er erklärte, dass es zwei Tote gegeben habe, allerdings handele es sich dabei um zwei Männer im Alter von 63 und 32 Jahren. Sie seien ihren schweren Schussverletzungen erlegen. Der Vorfall in der Ortschaft Bolívar de Barinos werde untersucht.

          Der Abgeordnete Julio Borges von Capriles' Partei Primero Justicia sagte, vier Anhänger des Präsidenten Hugo Chávez hätten auf den Konvoi geschossen. Es habe zwei Verletzte gegeben, sechs Verdächtige seien festgenommen worden. Der konservative Capriles tritt bei der Wahl am 7. Oktober gegen den seit 1999 amtierenden Staatschef Chávez an. Dieser strebt ein drittes Mandat an und liegt in Umfragen vor seinem Herausforderer Capriles.

          Anhänger von Chávez und seines Herausforderers Capriles sind schon mehrfach zusammengestoßen. Bisher hat es dabei aber keine Todesopfer gegeben.

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