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Annäherung im Korea-Konflikt : Einige neue Einschusslöcher und das Haus des Friedens

Grenze zwischen Baracken: Soldaten des United Nations Command bewachen in Panmunjom die Grenze nach Norden, im Hintergrund auf nordkoreanischer Seite die Panmun-Halle. Bild: Patrick Welter

Zum ersten Mal seit 1953 wird Nordkoreas Führer die Grenze in den Süden überqueren. Am Ort des historischen Gipfeltreffens zeigt sich das Bemühen, positive Stimmung zu machen. Ein Besuch in Panmunjom.

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          Die Demarkationslinie verläuft durch die Baracken. Südkoreanische und amerikanische Soldaten behalten hinter dem Schutz dunkler Sonnenbrillen aufmerksam und unbewegt die Gegenseite im Auge. Blankgewienerte Konferenztische stehen in einer der Baracken im Hellblau der Vereinten Nationen. Hier tagt bei Bedarf die Militärische Waffenstillstandskommission. Zuletzt war das 2009 der Fall. Wenig hat sich geändert im Vergleich zu einem Besuch vor fast zehn Jahren. Fast scheint in Panmunjom die Zeit eingefroren.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die gemeinsame Sicherheitszone ist der einzige Ort an der schwerbewachten innerkoreanischen Grenze, an dem sich Soldaten beider Staaten direkt gegenüberstehen. Auf nordkoreanischer Seite, vor dem Eingang zur Panmun-Halle, blickt ein Wachmann gelangweilt auf das Treiben im Süden. Neu sind auf südkoreanischer Seite die Einschusslöcher, die zurückblieben, als im November nordkoreanische Soldaten das Feuer auf einen flüchtenden Kameraden eröffneten und ihn lebensgefährlich verletzten. Der Mann überlebte nach Notoperationen.

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