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Vor Auslaufen der EU-Programme : Tsipras legt Wachstumsplan für Griechenland vor

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Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras will einmal mehr vor dem Parlament für Reformen werben. Bild: dpa

Der griechische Regierungschef plant tiefgreifende Reformen im Finanz- und Energiesektor – Priorität habe dabei der Abbau notleidender Kredite. So will er wieder das Vertrauen von privaten ausländischen Investoren gewinnen.

          Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras will sein Land nach dem Auslaufen der europäischen Rettungsprogramme im Sommer mit einem Wachstumsplan in den Aufschwung steuern. Wie die Zeitung „Die Welt“ am Dienstag vorab berichtete, will Tsipras damit wieder Vertrauen bei privaten ausländischen Kapitalgebern finden. Laut einem 104 Seiten langen Papier, das der Zeitung in Auszügen vorliegt, plant Tsipras unter anderem tiefgreifende Reformen im Finanz- und Energiesektor.

          Seine Vorstellungen wolle Tsipras am Mittwoch im Parlament in Athen vorstellen. „Priorität hat jetzt die gleichzeitige Reduzierung notleidender Kredite in den Bankbilanzen, der Abbau der immer noch vorhandenen Kapitalverkehrskontrollen und die Verbesserung der Unternehmensführung im Bankensektor“, heißt es in Tsipras' Analyse. Noch immer sei der Anteil fauler Kredite in den Bankbilanzen hoch.

          Um die Geldhäuser schneller auf gesunde Beine zu stellen, wolle Griechenland unter anderem den Aufbau einer Verwertungsgesellschaft prüfen, die beim Abbau notleidender Kredite helfen solle. Die Maßnahmen sollten bis zum zweiten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Griechenland ist seit 2010 mit Hilfskrediten im Volumen von 260 Milliarden Euro gestützt worden. Das Euro-Land will sich ab dem Sommer wieder komplett über den Kapitalmarkt finanzieren.

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