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Bei Klimastreik in Wien : Video zeigt mutmaßliche Polizeigewalt gegen Klima-Aktivisten

  • Aktualisiert am

Der Polizei wird Gewalt gegen einen Demonstranten vorgeworfen (Symbolbild) Bild: Fredrik von Erichsen/dpa

Auf Twitter sorgt ein Video für Aufsehen, in dem ein Polizeibeamter auf einen am Boden liegenden Menschen einschlagen soll. Im Hintergrund hört man Demonstranten rufen: „Wir sind friedlich, was seid ihr?“

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          Ein Handyvideo, das mutmaßliche Polizeigewalt gegen einen Demonstranten zeigen soll, sorgt auf Twitter für Empörung. Das etwa anderthalb-minütige, geschnittene Video zeigt einen Mann, der von mehreren Polizisten in Bauchlage am Boden fixiert wird. Ein Polizist macht mehrere heftige Schlagbewegungen in Richtung des am Boden liegenden Menschen. Das genau Geschehen ist jedoch teilweise durch andere Polizisten verdeckt. Im Hintergrund wird immer wieder „Wir sind friedlich, was seid ihr?“ skandiert, dann folgen die Rufe „Schläger“ und „In die Nieren“.

          Das Handyvideo wurde am Samstag unter anderem von dem Chefredakteur der österreichischen Wochenzeitung „Falter“ Florian Klenk über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet. Er publizierte das Video mit dem Hinweis darauf, dass die Szene bislang folgenlos geblieben sei.

          Es wird vermutet, dass das Video am Freitag auf dem Klimastreik in Wien entstanden sein soll, bei dem rund 100 Demonstranten den Wiener Ring blockierten. Die Aktion hatte einen Großeinsatz mit etwa 200 Polizisten ausgelöst. Die Veranstalter der Aktion beklagten das „brutale“ Vorgehen der Polizei. Ein Polizeisprecher bestätigte der APA, dass man über das Video informiert sei und es an die zuständige Stelle für eine genaue Untersuchung weitergeleitet habe. Nähere Details zu Ort, Zeit und zur Amtshandlung selbst seien noch nicht bekannt.

          Wie die überregionale Tageszeitung „Österreich“ berichtet, musste auch eine weitere Person mit einer Platzwunde am Kopf ärztlich versorgt werden. Laut der Aktivistin Sina Resch vom Klima-Camp kam es zu der Verletzung, als ein Aktivist von sechs Beamten zu Boden gerissen wurde und sich dabei den Kopf am Asphalt aufschlug.

          Eine Vielzahl der Demonstrationsteilnehmer hatte sich offenbar unkooperativ gegenüber der Polizei verhalten und die Identitätsfeststellung verhindert. Mehrere Aktivisten leisteten zudem Widerstand, wie die Polizei am Freitag bekannt gab. Es wurden etwa 100 Demonstranten vorläufig festgenommen. Neben der Blockade des Wiener Rings seilten sich zudem Klima-Aktivisten von einer Brücke ab.

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