https://www.faz.net/-gpf-8voog

Mordfall : Mutmaßlicher Sohn von Kim Jong-nam meldet sich per Video

  • Aktualisiert am

Das Video schlägt Wellen: Hier sehen es Menschen an einem Bahnhof in Seoul. Bild: AP

„Mein Vater wurde vor einigen Tagen ermordet“: Kim Han-sol, der mutmaßliche Sohn von Kim Jong-nam, äußert sich per Video erstmals zum Tod seines Vaters.

          1 Min.

          Im Zusammenhang mit dem Giftmord am Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un in Malaysia hat sich der mutmaßliche 22 Jahre alte Sohn des Opfers in einem Youtube-Video zu Wort gemeldet. „Mein Vater wurde vor einigen Tagen ermordet“, sagt der Mann in dem 40 Sekunden langen Film. Er stellt sich darin als Kim Han-sol aus Nordkorea vor, „Teil der Kim-Familie“. Wann und wo das Video gedreht wurde, ist unklar. Es handle sich mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ um den Sohn des ermordeten Kim Jong-nam, sagte dazu am Mittwoch eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul.

          In dem Video sagt Kim Han-sol, er sei mit seiner Mutter und Schwester zusammen. In dem Video ist er aber nur allein zu sehen. Zwar hält er einen Pass hoch, doch werden die Einträge verdeckt.

          Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, wurde Kim Han-sol in Pjöngjang geboren, habe aber bisher die meiste Zeit im Ausland gelebt, unter anderem in Frankreich. Das Video sei von einer Gruppe hochgeladen worden, die sich Cheollima Civil Defense (Zivil-Verteidigung) nenne und vermutlich Nordkoreanern helfe, die aus ihrem abgeschotteten Heimatland flüchten wollen. Details über die Gruppe seien aber nicht bekannt.

          Kim Jong-nam war Mitte Februar auf dem Flughafen von Kuala Lumpur von zwei Frauen mit dem Nervengift VX angegriffen worden. Der 45-Jährige starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Vermutet wird, dass Nordkorea hinter dem Giftmord steckt.

          Weitere Themen

          Tausende fordern Aufnahme von Flüchtlingen Video-Seite öffnen

          Seebrücke-Demo in Berlin : Tausende fordern Aufnahme von Flüchtlingen

          In Berlin haben mehrere tausend Menschen für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge demonstriert. Alle Migranten aus dem zerstörten Lager im griechischen Moria müssten nach Deutschland gebracht werden, forderten die Demonstranten.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.