https://www.faz.net/-gpf-9go4k

Vertretung in Aserbaidschan : Israel ernennt arabischen Christen zum Botschafter

  • Aktualisiert am

George Deek Bild: dpa

Mit dem Diplomaten George Deek vertritt künftig ein Botschafter aus einer christlich-arabischen Familie Israel in Aserbaidschan. Dies sei ein Symbol „für die Intergration von Israelis mit verschiedenen Hintergründen“, heißt es aus dem Außenministerium.

          1 Min.

          Israel hat erstmals einen christlichen Araber zum Botschafter des jüdischen Staates ernannt. George Deek soll Israel ab Sommer 2019 im schiitisch-islamisch geprägten Aserbaidschan vertreten.

          „George ist ein begabter Jurist und ein gefragter Redner“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Freitag. Der 34 Jahre alte Deek habe die gesamte diplomatische Ausbildung durchlaufen und bereits als stellvertretender Botschafter in Nigeria und Norwegen gearbeitet.

          Deek wurde in eine christlich-arabische Familie im Tel Aviver Stadtteil Jaffa geboren, wie es in einer Mitteilung des Außenministeriums hieß. Er studierte internationales Recht an der Georgetown University in Washington und arbeitete seit 2007 als Anwalt in Israel. Aktuell ist er Berater des Generaldirektors im Außenministerium in Jerusalem. Nach Angaben des Ministeriums spricht Deek fließend Hebräisch, Arabisch und Englisch sowie gut Französisch.

          Der Sprecher des Außenministeriums bezeichnete Deeks Ernennung als Symbol für „die Integration von Israelis mit verschiedenen Hintergründen in die Repräsentation des Staates“. Deek sei der einzige christliche Mitarbeiter im Außenministerium.

          Aserbaidschan liegt am Kaspischen Meer und grenzt im Norden an Russland sowie im Süden an Israels Erzfeind Iran. Die Hauptstadt ist Baku.

          Weitere Themen

          John Bolton belastet Donald Trump

          Ukraine-Affäre : John Bolton belastet Donald Trump

          Bolton mausert sich zum Präsidentenankläger aus dem eigenen Lager: Trump habe tatsächlich die Militärhilfe für Kiew an Ermittlungen gegen die Bidens geknüpft. Der Präsident weist die Vorwürfe zurück – Bolton erhebe sie nur zu PR-Zwecken.

          China ist zweitgrößter Waffenproduzent der Welt

          Friedensforschungsinstitut : China ist zweitgrößter Waffenproduzent der Welt

          Dass China im großen Stil Waffen und Rüstungsgüter produziert, ist Experten seit längerem klar. Doch mangels transparenter Daten fehlte der Beweis. Nun steht für Friedensforscher fest: Das Land rangiert beim Bau von Waffen hinter Amerika – und ist selbst sein größter Abnehmer.

          Topmeldungen

          Nachruf auf Kobe Bryant : „Black Mamba Out“

          Fünf Mal war er NBA-Champion, 18 Mal spielte er im All-Star-Team, zwei Mal holte das Ausnahmetalent olympisches Gold: Mit Kobe Bryant ist einer der besten Basketball-Spieler aller Zeiten gestorben. Ein Nachruf.
          Besser vermietet als ungenutzt abgestellt: Für Autohändler ist das Abo-Modell ein gutes Geschäft.

          Fahren mit Flatrate : Für wen lohnt sich ein Auto-Abo?

          Mit einem Auto-Abo bekommen Autofahrer alles inklusive, außer Sprit. Sie müssen sich um nichts kümmern und haben bei den Modellen die Wahl. Lohnt sich das Angebot?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.