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Neue Umfrage : Warum das Misstrauen wächst

Der Wahlkampf im kommenden Jahr wird wohl mit beispielloser Härte geführt werden. Bild: dpa

Die meisten Amerikaner sehen ihre Regierung und ihre Mitbürger immer skeptischer. Vor allem bei der Unterscheidung von Wahrheit und Lüge zeigen sich viele verunsichert. Für den Vertrauensschwund geben sie unterschiedliche Gründe an.

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          Wunden heilen, die Gräben schließen und geeint nach vorne schauen. Man mag es kaum glauben. Das waren an „Thanksgiving“ des Jahres 2016 die Worte des frisch gewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump an seine Nation. Ob sie Berechnung waren, ein kurz aufglimmender Funken staatsmännischer Verantwortung oder schlicht Zynismus – Donald Trump hat in seiner Amtszeit bisher meist genau das Gegenteil getan. Jeden noch so kleinen Riss in der amerikanischen Gesellschaft sucht er für seine Zwecke zu einem neuen Graben zu vertiefen.

          Mit Blick auf die eigenen Anhänger und auf den aufziehenden Wahlkampf im kommenden Jahr mag dies rational erscheinen. Langfristig könnte es sich für den gesamten politischen Betrieb in Washington, dem längst auch Donald Trump angehört, aber als Schuss nach hinten erweisen. Darauf deutet eine Umfrage des renommierten Pew International Research Center hin, die am Montag veröffentlicht wurde und der F.A.Z. vorliegt. Drei von vier Amerikanern glauben demnach, dass das Vertrauen in die amerikanische Regierung geschrumpft ist. Zudem fürchten 64 Prozent, so die Studie des nichtstaatlichen Washingtoner Meinungsforschungsinstituts, dass es dadurch schwerer werde, die dringenden Probleme des Landes zu lösen.

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