https://www.faz.net/-gpf-9f8jw

Laut Umfrage : Vertrauen der Russen in Putin sinkt

  • Aktualisiert am

Der russische Präsident Wladimir Putin äußert sich zur Lage in Syrien während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban am 18. September in Moskau. Bild: dpa

Nur noch 39 Prozent der Russen vertrauen ihrem Präsidenten. Der Wert ist so niedrig wie seit 2014 nicht mehr. Schuld an den niedrigen Umfragewerten trägt wohl eine umstrittene Reform.

          Die Zustimmungswerte für den russischen Präsidenten Wladimir Putin sind auf einen Tiefstand gesunken. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Lewada erklärten nur noch 39 Prozent der im September befragten Russen, dass sie Putin vertrauten. Das sind neun Prozent weniger als im Juni.

          Die Zustimmungswerte sind damit die niedrigsten für Putin seit Russlands Annexion der Krim 2014. Damals war die Zustimmung für Russlands Präsidenten von 36 auf 51 Prozent gewachsen. Das jüngste Umfragetief hängt offenbar damit zusammen, dass das Rentenalter in Russland angehoben worden ist. Das stößt bei den Menschen im Land auf erheblichen Widerstand. Der Präsident hatte die Maßnahme in der vergangenen Woche in Kraft gesetzt.

          Sie sieht vor, dass Männer statt bisher mit 60 erst mit 65 Jahren in Rente gehen. Für Frauen wird das Renteneintrittsalter von 55 auf 60 Jahre angehoben. Das dürfte dazu führen, dass viele russische Männer kaum mehr den Renteneintritt erleben – sie werden im Durchschnitt nicht älter als 65 Jahre. Gegen die Rentenreform hatte es massive Proteste gegeben. Zuletzt war das Rentenalter vor über 90 Jahren angehoben worden.

          Der Lewada-Umfrage zufolge sind auch die Zustimmungswerte für Verteidigungsminister Sergej Schoigu von 19 auf 15 Prozent gefallen. Bei Außenminister Sergej Lawrow fielen sie von 14 auf zehn Prozent.

          Weitere Themen

          Es klemmt beim Brexit Video-Seite öffnen

          May auf Europareise : Es klemmt beim Brexit

          Am Montag hatte May die geplante Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus vorerst abgesagt, da sie nicht mit der erforderlichen Mehrheit für die Austritts-Vereinbarung rechnen konnte.

          Saalverweis für Abgeordneten Video-Seite öffnen

          Britisches Unterhaus : Saalverweis für Abgeordneten

          Nach Premierministerin Mays Entscheidung die Abstimmung über den Brexit-Deal zu verschieben unterbrach ein Abgeordneter die Sitzung im Parlament und wurde des Saales verwiesen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.