https://www.faz.net/-gpf-97kgs

Verteidigungsreform : Militärischer Umbau in Saudi-Arabien

  • Aktualisiert am

Der saudische Kronprinz Muhammad Bin Salman Bild: Reuters

Saudi-Arabiens König hat seinen Generalstabschef sowie die Kommandeure des Heeres und der Luftwaffe entlassen. Beobachter deuten dies als Teil der Reformpläne des Kronprinzen.

          1 Min.

          Saudi-Arabiens König Salman hat Generalstabschef Abdul Rahman bin Saleh al-Bunjan und andere hochrangige Militärs entlassen. Auch die Kommandeure des Heeres und der Luftwaffe sowie mehrere stellvertretende Minister wurden abgesetzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Montag meldete. Offizielle Gründe für die Personalwechsel wurden nicht genannt.

          Die Absetzung des Generalstabschefs erfolgte kurz nach der Eröffnung einer Rüstungsmesse des staatlichen Unternehmens Saudi Arabian Military Industries (Sami) in Riad, die die Reformbemühungen im Militärsektor unterstreicht. An ihr nahmen eine Reihe großer internationaler Rüstungskonzerne teil.

          „In Saudi-Arabien findet ein militärischer Umbau statt“, sagte Theodore Karasik von Gulf States Analytics der Nachrichtenagentur AFP. „Dies ist ein wichtiger Teil des Reformplans von Prinz Mohammed für ein nationales Verteidigungsprogramm.“ Kronprinz Mohammed bin Salman ist Verteidigungsminister und hat in den vergangenen Monaten seine Macht konsolidiert, während er zeitgleich wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen anstieß.

          Seit drei Jahren Luftkrieg im Jemen

          Seit drei Jahren führt Saudi-Arabien eine Militärkoalition an, die Luftangriffe im Jemen fliegt, um den Kampf der dortigen Regierung gegen die vom Iran unterstützte schiitische Huthi-Miliz zu unterstützen. Seitdem wurden mehr als 9200 Menschen getötet und etwa 53.000 weitere verletzt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Arbeitgeber in Panik : Keiner kennt die Kosten der Grundrente

          1,5 Milliarden Euro könnten für die Grundrente womöglich nicht ausreichen, fürchten die Arbeitgeber. In der Union rumoren die Parlamentarier. Doch die Unions-Minister unternehmen keine hörbaren Anstrengungen mehr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.